Aus Technik und Entwicklung

Heizen mit Split-Klimageräten

Lohnt sich das?

Split-Klimageräte können mehr als nur kühlen: Im Winter lassen sie sich einfach umschalten und heizen den Raum, indem sie der Außenluft Wärme entziehen – wie eine kleine Wärmepumpe.

Eine Untersuchung an einem Passivhaus in Darmstadt-Kranichstein zeigte: Ein einziges Split-Gerät reichte aus, um die gesamte Wohnung über den ganzen Winter komfortabel warmzuhalten – bei einem jährlichen Stromverbrauch von nur 600 bis 1.100 kWh. Das bedeutet sehr geringe Heizkosten. Wichtig dabei: Das Haus war gut gedämmt, entsprechend niedrig war der Wärmebedarf.

Aus 1 kWh Strom können moderne Geräte 3 bis 5 kWh Wärme erzeugen – bei einer klassischen Elektroheizung ist es dagegen nur 1 kWh zu 1 kWh. Das macht Split-Geräte im Heizbetrieb deutlich sparsamer als viele erwarten.

Bei sehr kalten Außentemperaturen unter etwa −5 °C lässt die Effizienz spürbar nach. In schlecht gedämmten Altbauten mit hohem Wärmebedarf sind Split-Geräte daher eher eine sinnvolle Ergänzung als vollständiger Heizungsersatz.

Auch die Stiftung Warentest hat sich dem Thema gewidmet: Unter dem Titel “Kühlen ohne Kostenfalle” informierte die Stiftung in ihrer Ausgabe 6/2026 über das Kühlen und Heizen mit Split-Klimageräten und bewertete die große Mehrheit der geprüften Geräte mit “Gut”. In einer Beispielrechnung geht Warentest davon aus, dass ein Split-Klimagerät rund 80 % der Heizleistung übernimmt und eine Gasheizung die restlichen 20 % liefert – selbst mit weniger effizienten Geräten fallen die Heizkosten dabei geringer aus als beim reinen Heizen mit Gas.
Zudem verweist Warentest darauf, dass viele der getesteten Geräte unter bestimmten Voraussetzungen als Luft-Luft-Wärmepumpen förderfähig sind.

In gut gedämmten Häusern und Wohnungen kann ein Split-Klimagerät die Heizkosten spürbar senken – vor allem in der Übergangszeit. Ob es sich im eigenen Zuhause lohnt, klärt am besten ein Fachbetrieb anhand der individuellen Gegebenheiten.